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Transkription eines Videos von O. Ressler,
aufgenommen in Amherst, USA., 20 Min., 2003
Mein Name ist Nancy Folbre, ich bin Ökonomin, eine
feministische Ökonomin.
Meine Forschungsarbeit widmet sich dem Konzept der "Caring
Labor", wobei ich "Caring Labor" als
Arbeit definiere, die eine Verbindung zu anderen Menschen
beinhaltet. Dazu zählt zu versuchen, Menschen zu
helfen und deren Bedürfnisse zu befriedigen. Weitere
Formen von Caring Labor sind die Umsorge von Kindern,
von alten Menschen, von kranken Menschen oder auch das
Unterrichten. Diese Arbeiten sind teilweise bezahlt
und teilweise unbezahlt. Caring Labor beinhaltet einige
sehr wichtige Charakteristika, von denen ich glaube,
dass Ökonomen ihnen nicht genügend Beachtung
schenken und dass wir diese Charakteristika besser verstehen
müssen.
Was Caring Labor wirklich definiert ist, dass es gewöhnlich
von Innen heraus motiviert wird. Menschen machen diese
Arbeit aus anderen Gründen als nur für Geld,
obwohl Geld oft damit verbunden ist. Man muss beispielsweise
für die Arbeit bezahlt werden oder man tauscht
die Pflege an einem Familienmitglied gegen einen Anteil
des Einkommens eines anderen Familienmitgliedes. Dennoch
denken wir bei Caring Labor immer an etwas, das ein
bestimmtes Maß an Engagement, Verpflichtung oder
Leidenschaft für die Person, die umsorgt wird,
beinhaltet.
Diese innere Motivation ist ein wichtiger Faktor dessen,
was Caring Labor so wertvoll macht und was das hohe
Maß an Qualität der geleisteten Arbeit sicherstellt.
Das bedeutet aber auch, dass es einerseits sehr schwierig
ist, Caring Labor in einem Markt zu organisieren und
andererseits, dass der Marktlohn, den man für Caring
Labor bezahlt, meistens sehr niedrig ist. Historisch
betrachtet haben Frauen einen Großteil der Caring
Labor geleistet und das gilt heute immer noch. Obwohl
viele Menschen ganztags einer bezahlten Arbeit nachgehen,
ist eine Vielzahl von Berufen mit der Sorge um andere
Menschen verbunden. Viele dieser Arbeitsplätze
weisen ein geringeres Gehalt auf. Außerdem erklärt
die Tatsache, dass meist Frauen in diesen Berufen arbeiten,
teilweise auch, warum Frauen generell weniger verdienen
als Männer. Weiters kommt es zu einer Art Bestrafung
für Frauen, wenn diese Pflegetätigkeiten zu
Hause übernehmen. Wenn man sich von einer bezahlten
Stelle zur Kindererziehung oder zur Pflege karenzieren
lässt, reduziert das meist nicht nur das laufende
Einkommen, sondern das gesamte Lebenseinkommen. Daher
verdienen Mütter in der Regel weitaus weniger als
berufstätige Frauen und es ergeben sich in den
USA zwischen Frauen, die Mütter sind und Frauen
die kinderlos sind höhere Gehaltsdifferenzen als
zwischen kinderlosen Frauen und kinderlosen Männern.
Daraus ergibt sich eine wichtige Dimension der Ungleichheit.
Von einem ökonomischen Standpunkt aus ist die große
Frage: Warum sind Frauen bereit, sorgende Tätigkeiten
zu übernehmen, wenn diese geringer entlohnt werden
und außerdem eine Art Strafe beinhalten? Woher
kommt das Arbeitsangebot?
Ich glaube, dass die Antwort auf diese Frage darin besteht,
dass für diese Arbeit eine bestimmte soziale Konstruktion
von Weiblichkeit besteht und die Verbindung zwischen
Weiblichkeit und Sorge das Angebot schafft.
Es besteht eine Art Paradoxon bei der Schwächung
der patriarchalischen Kontrolle über Frauen. Dieses
Paradoxon besteht darin, dass die Reduktion patriarchalischer
Kontrolle zwar eine bedeutende Sache für die einzelne
Frau in Bezug auf freie Wahlentscheidungen ist - somit
ist es eine große Sache für Frauen, die mehr
Raum zum Ausdruck ihrer Individualität benötigen
und weniger durch die traditionellen Konzepte der Weiblichkeit
eingeschränkt werden wollen - doch andererseits,
und hier liegt das Paradoxon, gibt es nun keinen Druck
mehr zur Bereitstellung von Caring Labor durch Frauen.
Mehr noch, es gibt generell keinen Druck gegenüber
irgendjemanden, diese Form der Arbeit bereitzustellen.
Das Ergebnis kann in einer Reduktion der insgesamt -
sowohl am Markt als auch im Familienverband - angebotenen
Pflege gegenüber dem Einzelnen bestehen. Wenn man
vom Standpunkt eines konventionellen Ökonomen ausgeht,
so ergibt sich dadurch kein Problem, denn der Markt
wird eine Lösung finden: Caring Labor wird zu einem
raren Gut werden, der Markt wird den Preis anheben und
alles wird sich in Wohlgefallen auflösen.
Wenn man allerdings davon ausgeht, dass Caring Labor
nicht an einen Markt gebunden ist, dann muss man sich
um das Ergebnis Sorgen machen. Man muss über Möglichkeiten
nachzudenken beginnen, die kollektiv ein höheres
Angebot sicherstellen und ebenso die Qualität der
Caring Labor. Diese Formen der Bereitstellung sollten
unabhängig von Markt sein oder das Marktangebot
ergänzen. Man muss daher kreativer Denken und das
ist auch der Zeitpunkt, an dem soziale Institutionen
zum Tragen kommen.
Ein Grund, warum Caring Labor unterbewertet ist, liegt
darin, dass wir dazu tendieren, sie als gegeben hinzunehmen,
weil sie traditioneller Weise von Frauen zu sehr niedrigen
Kosten außerhalb des Marktes bereitgestellt wurde.
Die Tatsache, dass Frauen generell weniger bezahlt bekommen
als Männer, hat weiter zu einer niedrigeren Bezahlung
beigetragen. Weiteres gibt es noch einen Faktor, durch
den Caring Labor selbst zur Unterbewertung beiträgt.
Ein wichtiger Aspekt bei Caring Labor ist, dass man
tatsächlich von der Situation der Mitmenschen,
um die man sich sorgt, betroffen ist. Durch diese Betroffenheit
ist es schwieriger zu streiken und die Dienste nicht
zu leisten, weil man mehr Geld verdienen möchte.
Beschäftigte in diesem Bereich werden zu einer
Art Sklaven ihrer eigenen Verpflichtungen und Zuneigungen
zu den Mitmenschen, für die sie sorgen. Auf diese
Weise können diese ArbeitnehmerInnen nicht so effektiv
um das Gehalt verhandeln oder auch mit Arbeitsniederlegung
drohen, wie es ArbeitnehmerInnen aus anderen Bereichen
tun können. Das ist ein Grund, warum Caring Labor
dazu tendiert, unterbewertet zu werden. Auch ein zweiter
Grund liegt klar auf der Hand: Menschen, die Fürsorge
und Pflege am Notwendigsten haben, sind Kinder, alte
Menschen und Kranke. Und genau diese Gruppen sind es,
die am wenigsten zahlen können. Wenn man einen
Pflegedienst leistet, so ist das nicht ein Luxusgut
für reiche Menschen. Man kann sich zwar auf einen
luxuriösen Pflegejob spezialisieren, aber die meiste
Caring Labor ist an jenen Menschen zu leisten, die per
Definition Hilfe benötigen und nicht in der Position
sind, eine Menge Geld dafür zu zahlen, sondern
häufig auf öffentliche Zuschüsse angewiesen
sind. Mit der Erosion öffentlicher Zuschüsse
werden dadurch natürlich unmittelbar auch die Geldmittel
geringer, mit denen die Pflegedienste für ihre
Tätigkeiten bezahlt werden können.
Es gibt noch einen weiteren Grund für die Unterbewertung
von Caring Labor. Dieser weist einen stärkeren
technischen Hintergrund auf und ist daher für Ökonomen
von größerem Interesse. Es ist schwierig,
die Qualität der Pflegedienste und Caring Labor
zu messen, weil es eine persönliche Leistung ist:
Man kann eine sehr guter Lehrerin für eine bestimmte
Person sein, aber sehr schlecht für eine andere
Person. Es ist viel schwieriger, meine Qualität
als Lehrerin zu messen als die Qualität der Leistung
einer Person, die mit der Produktion eines physischen
Gutes, dessen Charakteristika unabhängig von der
produzierenden Person sind, betraut ist. Wie LehrerInnen
haben auch die Leistungen der Menschen in Caring Labor
emotionale Merkmale: Wenn ich eine gute Lehrerin bin,
dann bringe ich die Studierenden dazu, wirklich lernen
zu wollen und das ist wichtiger, als lediglich Informationen
zu vermitteln. Aber es ist schwierig, den Erfolg dieser
Bemühungen zu messen. Normalerweise muss man bei
marktproduzierten Gütern einen höheren Preis
bezahlen, um höher qualitativere Produkte zu bekommen.
Genau das ist im Bereich der Caring Labor durch die
sehr variable Qualität der Arbeit und deren schwierige
Messung nicht möglich. Caring Labor impliziert
immer eine ihr innewohnende Form der Motivation, die
Menschen dazu bringt, diese Arbeit aufgrund ihrer Gefühle,
Verpflichtungen und Engagement zu verrichten. Diese
Tatsache wird zu einer natürlichen Ressource, zu
einer natürlichen Energie, die gute Pflege bestimmt,
die aber auch respektiert und geehrt werden muss, damit
sie weiter fließen kann.
Die offensichtlichste Voraussetzung für eine sorgende
Wirtschaft ist, dass man die Grundbedürfnisse von
gewöhnlichen Menschen kennt, besonders die von
Kindern, älteren Mitmenschen oder auch Menschen,
die auf irgendeine Art und Weise krank, verletzt oder
entmutigt sind. Abgesehen davon benötigt natürlich
der Rest von uns auch ein gewisses Maß an Sorge
und Pflege. Man muss demnach ein ökonomisches System
bereitstellen, das Raum und Zeit schafft, um die Prinzipien
der Sorge und Pflege zu respektieren und zu belohnen.
Das ist wiederum schwierig in einer Marktwirtschaft,
die darauf ausgerichtet ist, dass Menschen so heftig
miteinander konkurrieren, nur um überleben zu können,
einen besseren Job zu bekommen oder aber das Subsistenzniveau
zu erreichen, sodass sie Angst haben, bestraft zu werden
und ins Hintertreffen zu geraten, wenn sie sich Zeit
für die Sorge um andere nehmen.
Es mag wahr sein, dass Märkte unter bestimmten
Umständen gute Effekte auf Menschen haben. Ein
wenig "freundliche" Konkurrenz kann wirklich
das Beste aus den Menschen holen. Das Gegenteil davon
kommt aber zum Tragen, wenn Märkte vollkommen ungezügelt
sind, sodass es zu einer destruktiven "der Gewinner
bekommt alles" Situation kommt. Ich glaube, dass
es genau diese Richtung ist, die von der Wirtschaft
heutzutage eingeschlagen wird und, dass das der Grund
ist, warum viele Menschen beunruhigt und verängstigt
sind.
Alle alternativen Wirtschaftssysteme beschäftigen
sich mit Organisationsformen der Arbeit. Das ist die
große Frage: Wie organisieren wir uns? Worauf
ich hinaus will ist, dass wenn wir diese Frage beantworten,
egal ob wir einen korporatistisch-kapitalistischen Ausgangspunkt
wählen oder einen sozialistischen, erkennen müssen,
dass es eine Form der Arbeit gibt, die sich von anderen
Ausformungen der Arbeit unterscheidet und diese Unterscheidung
ist nicht auf die Logik von Tauschbeziehungen oder auf
zentrale Planungen und bürokratische Administrationen
reduzierbar. Es ist diese spezifisch persönliche
und spezifisch emotionale Art von Tauschbeziehungen,
die eine langfristige Beziehung zwischen den Menschen
voraussetzt. Genau diese Tatsache wurde weder von den
großen Theoretikern des Kapitalismus, noch von
den Theoretikern des Sozialismus berücksichtigt.
Es ist ein Mittelweg, der von beiden Seiten missachtet
wurde. Man sieht diesen Ansatz deutlich bei Menschen,
die eine Vision einer sozialen Marktwirtschaft haben.
Sie denken, die Märkte arbeiten gut, solange wir
eine gleiche Verteilung des Wohlstands haben, dann kommen
einige Gesetzmäßigkeiten des Spiels zum Tragen,
die zu Marktkonkurrenz beitragen und sich in einem Rahmen
befinden, in dem die Grundbedürfnisse der Menschen
erfüllt werden und so weiter. Ich sympathisiere
mit dieser Vision einer sozialen Marktwirtschaft, nicht
aber, wenn diese Pflege und Sorge auf Basis von Märkten
organisiert wird, weil ich der Meinung bin, dass die
Qualität von Caring Labor nicht auf einem Markt
gewährleistet werden kann. Ein Aspekt von Marktkonkurrenz
führt zur Erosion von Caring Labor. Ich habe viel
Zeit damit zugebracht, linke ÖkonomInnen und utopistische
Visionäre davon zu überzeugen, der gewöhnlichen
Arbeit, die Frauen übernehmen, mehr Aufmerksamkeit
zu schenken und davon zu lernen.
Ist das nicht eine Art von Metapher, im Regen zu stehen
und über diese Dinge zu sprechen. Das ist mein
Leben, in der Kälte zu stehen, im Regen zu stehen
und die gleichen Dinge immer und immer wieder zu sagen.
Die Familie selbst war immer eine Art Metapher für
Sozialismus. Der Sozialismus ist eine Familie im Großen,
man sorgt sich um die Brüder und Schwestern. Das
ist das Interessante am Feminismus, dass dieser sich
immer in Opposition zur traditionellen Familie stellen
musste, zur Idee eines Patriarchen, einem männergeführten
Haushalt, in dem der jüngeren Generation gesagt
wird, was zu tun ist und in dem die Frau in die Küche
geschickt wird, um zu kochen und den Boden zu putzen.
Gleichzeitig hat der Familie aber immer etwas Besonders
angehaftet; die Solidarität, die Liebe und die
Zuneigung für einander, die so zentral für
das Familienleben sind, dass FeministInnen versucht
haben, diesen Aspekt zu fassen und sich überlegt
haben, wie man dieses Gefühl von Zuneigung und
Hilfe generalisieren und auf die Ebene der Gesellschaft
als Ganzes heben könnte. Diese Ambition scheint
gar nicht zu weit hergeholt zu sein, denn wenn man es
auf einem mikroökonomischen Niveau schafft, dann
sollte es auch möglich sein herauszufinden, wie
es generalisiert werden könnte.
Eine Gesellschaft könnte und sollte wie eine glückliche
gesunde egalitäre Familie sein, in der die Menschen
ihre eigenen Verantwortlichkeiten haben, in der sie
in die Welt gehen können, um Geld zu verdienen
oder aber sich auch auf bestimmte Arbeitweisen spezialisieren
können; wobei sie aber alle zu Hause geteilten
Aufgaben und Ziele vorfinden und sie die Verpflichtung
eingegangen sind, dort gemeinsam zu arbeiten und einander
tief zu respektieren. Auf der einen Seite ist diese
Sichtweise utopisch und visionär, auf der anderen
Seite aber sehr altmodisch und traditionell.
Ich glaube, es spricht viel dafür, dass Caring
Labor und die Sorge um andere Menschen eine Art von
Qualifikation darstellen, denn wenn man sich darin übt
und wenn man es tut, dann erfreut man sich daran und
findet immer größeren Gefallen daran. Es
handelt sich also um etwas, das aus der persönlichen
Verbindung mit anderen Menschen erwächst. Wenn
man aber niemals diese Verbindung von Verantwortung
gegenüber anderen Menschen aufbaut, dann wird man
sich des Gefühls der Verbindung nicht bewusst und
entwickelt es auch nicht. Die Sensibilisierung sollte
daher ein zentraler Punkt unseres Ausbildungsprozesses
für Menschen sein, um Verantwortung gegenüber
Mitmenschen zu übernehmen und auf diese Weise eine
dauerhafte Verbindung zu Menschen aufzubauen, die unterschiedlich
von uns sind - nicht nur eine Hilfe einmal pro Monat
oder die Arbeit in einer Suppenküche, durch die
man jedes Mal eine neue Gruppe Menschen kennen lernt.
Wer sind diese Leute, die nicht unsere unmittelbaren
Nachbarn sind oder diejenigen, die nicht mit uns in
dieselbe Kirche gehen oder dieselbe Universität
besuchen, sondern außerhalb unseres Systems leben
- mit denen man sonst nicht in Kontakt kommt? Man könnte
eine Art Arbeitsaustausch schaffen und eine Reziprozität
auf einem hohen Niveau, sodass diese Qualifikationen
entwickelt werden können und uns als Gesellschaft
ungeheuerlich nützlich wären.
Ich weiß nicht, ob John Rawls einen Einfluss
in Europa hat, aber in der englischsprachigen Welt hat
er ihn als englischsprachiger Philosoph. Er entwickelte
die Metapher von einem "Schleier der Ignoranz":
Man nimmt Menschen aus ihrem täglichen Kontext
heraus und setzt sie hinter einen Schleier oder Vorhang,
durch den sie ihre eigene Identität nicht kennen.
Auf diese Weise können sie nicht für ihre
eigenen Interessen arbeiten und treffen - weil sie nicht
wissen, wer sie sind und sein werden - somit Entscheidungen,
die wirklich im Interesse aller liegen. Das wäre
ein herrlicher Entwurf für eine Science Fiction
Geschichte: Um ein globales System zu entwickeln, nimmt
man von überall auf der Welt BürgerInnen her
und setzt sie hinter diese Art von Schleier der Ignoranz,
wodurch sie nicht wissen, ob sie aus Amerika, China,
Australien oder Botswana kommen. So könnten sie
von einem wirklich komplett neutralen Standpunkt aus
die Welt betrachten, über die Prioritäten
in der Gesellschaft und die Frage, wohin unsere Bestrebungen
gehen sollten, nachdenken. Ich glaube, das ist eine
sehr mächtige Metapher, obwohl wir nicht die technischen
Möglichkeiten besitzen, sie auch umzusetzen.
Ich bin ein großer Fan von Science Fiction. Ich
glaube, die Science Fiction von Marge Piercy und auch
von Sherry Tupper oder Kim Stanley Robinson ist, wo
die soziale Phantasie als erstes sichtbar gemacht wird.
Was ich mache, ist eigentlich, dass ich versuche, die
Vorstellungen dieser eher phantasievollen Visionen zu
verdeutlichen und herauszufinden und darüber nachzudenken,
wie wir diese Elemente zusammensetzen und in bestehende
ökonomische Institutionen integrieren können,
um diese Visionen schließlich umzusetzen. ÖkonomInnen
sind somit eine Art von TechnikerInnen für die
Utopien, unsere Aufgabe ist es, sich um die Rädchen
und Bolzen dieses alternativen Systems zu kümmern.
Ich glaube, wir sind abhängig von KünstlerInnen
und SchriftstellerInnen, damit wir sehen, wohin wir
eigentlich wollen.
erschienen in: "Alternative Ökonomien,
Alternative Gesellschaften", Kurswechsel 1/2005
Bei den in diesem Band erschienen Texten wurden die
Übersetzungen der englischen Originaltranskripte
von Waltraud Heinz, Werner Raza, Oliver Ressler, Elisabeth
Springler und Beat Weber vorgenommen
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